Steuererklärung für Kleingewerbe: gewusst wie

Von Kleinunternehmerregelung bis Vorsteuerabzug – hier finden Sie die Antworten auf alle wichtigen Fragen

Sie sind Kleinunternehmer und müssen die Steuererklärung einreichen? Der erste Gedanke ist da zumeist: „Oh, Schreck!“ Steuererklärungen sind allgemein eine recht unliebsame Aufgabe, doch als Unternehmer oder Selbstständiger kommen noch einige weitere Aspekte hinzu, die das Thema Steuererklärung zur eine schier unüberwindbaren Aufgabe machen. Doch keine Sorge. In diesem Leitfaden führen wir Sie Schritt für Schritt durch die Steuererklärung für Kleingewerbe.

Wie erstellen Sie eine Steuererklärung als Kleingewerbetreibender?

Um die bürokratischen Hürden beim Schritt in die Selbstständigkeit möglichst gering zu halten, kann ein sogenanntes Kleingewerbe angemeldet werden. Unter den Begriff Kleingewerbe – auch Kleinunternehmer genannt – fallen all diejenigen, deren gewerbliche Einkünfte im Jahr der Gründung einen Umsatz in Höhe von 22.000 Euro nicht übersteigen. Sofern dies zutrifft und im Folgejahr ein maximaler Umsatz von 50.000 Euro erzielt wird, kann die Selbstständigkeit oder das Unternehmen als Kleingewerbe geführt werden.

Für wen eignet sich die Kleinunternehmerregelung?

Die sogenannte Kleinunternehmerregelung – also die Einstufung seitens des Finanzamtes als Kleinunternehmer – besagt, dass Sie von der Pflicht zur Anmeldung und Abführung der Umsatzsteuer befreit sind. Dadurch ersparen Sie sich den Verwaltungsaufwand der Umsatzsteuervoranmeldungen, die in den ersten zwei Jahren Ihrer unternehmerischen Tätigkeit jeden Monat fällig werden. Erst im Anschluss an diese zwei Jahre kann der Turnus auf quartalsweise geändert werden.

Wenn Sie von der Kleinunternehmerregelung Gebrauch machen, weil Ihre anfangs noch vergleichsweise geringen Umsätze die oben aufgeführten Grenzen von 22.000 Euro bzw. 50.000 Euro im Folgejahr nicht überschreiten, müssen Sie sich um die Umsatzsteuer keine Gedanken machen. Sie müssen also keine Umsatzsteuer auf Ihren Rechnungen ausweisen und diese auch nicht monatlich ans Finanzamt abführen.

Umgekehrt können Sie jedoch auch keine gezahlten Vorsteuern geltend machen. Vorsteuer ist die Mehrwertsteuer, die auf allen Rechnungen aufgeführt ist, die Sie selbst bezahlen. Diese können Sie sich als Freiberufler oder Gewerbetreibender mit der monatlichen Umsatzsteuervoranmeldung vom Finanzamt zurückerstatten lassen, für Kleingewerbe gilt dies jedoch nicht.

Ist es sinnvoll, auf die Kleinunternehmerregelung zu verzichten?

Es kann also durchaus lohnenswert sein, freiwillig auf die Kleinunternehmerregelung zu verzichten. Auch dann, wenn Ihre Umsätze zunächst noch gering sind. Wenn Sie beispielsweise in der Anfangszeit Ihrer unternehmerischen Tätigkeit hohe Ausgaben für Anschaffen wie beispielsweise die Büro- und Firmenausstattung haben, können Sie diese nicht nur steuerlich absetzen, sondern auch die gezahlte Mehrwertsteuer erstatten lassen.

Der Aufwand für die Erstellung der monatlichen Umsatzsteuervoranmeldungen kann also durchaus lohnenswert sein, wenn Sie dafür von jeder gezahlten Rechnung die Mehrwertsteuer in Höhe von 19% einsparen.

Was muss bei der Steuererklärung als Kleingewerbe eingereicht werden?

Wenn Sie die Umsatzgrenzen für Kleinunternehmer nicht überschreiten und von der Kleinunternehmerregelung Gebrauch machen möchten, hat das gewisse Vorteile. Sie müssen – wie oben bereits ausgeführt – keine Umsatzsteuervoranmeldungen machen und auch keine Umsatzsteuer von erstellten Rechnungen ans Finanzamt abführen. Darüber hinaus sind Sie als Kleinunternehmer von der Gewerbesteuer befreit.

Pflicht zur Übermittlung der Einnahmen-Überschuss-Rechnung (EÜR)
Nichtsdestotrotz müssen Sie auch als Kleingewerbetreibender eine jährliche Steuererklärung einreichen. Das wichtigste hierbei ist die sogenannte Einnahmen-Überschuss-Rechnung – kurz EÜR. Hierbei werden Ihre Einnahmen mit den Ausgaben verrechnet und der Gewinn Ihrer unternehmerischen Tätigkeit ermittelt. Daraus berechnet das Finanzamt dann schließlich Ihre jährliche Steuerlast.

Grundsätzlich besteht für Sie als Selbstständiger und Kleinunternehmer eine Buchhaltungspflicht. Das bedeutet, dass Sie sämtliche Geschäftsvorgänge dokumentieren müssen. Hierfür bietet sich eine Buchhaltungs-Software an, die Sie zu überschaubaren Kosten erwerben können. Einige Anbieter haben zudem Lockangebote, bei denen Ihnen in den ersten ein bis zwei Jahren der Selbstständigkeit keine Kosten erhoben werden.

Mit Hilfe eines solchen Tools können Sie nun für jeden geschäftlichen Vorgang eine Buchung erstellen. Wenn im Laufe des Geschäftsjahres alle Daten korrekt eingetragen wurden, sparen Sie sich bei der Steuererklärung viel Zeit und Aufwand. Denn notwendige Dokumente wie die Steueranmeldungen oder die EÜR werden dann automatisch von der Buchhaltungs-Software erstellt.

Einige Tools verfügen zudem über eine direkte Verknüpfung mit Elster, so dass Umsatzsteuervoranmeldungen und Einnahmen-Überschuss-Rechnungen mit nur wenigen Mausklicks direkt ans Finanzamt übermittelt werden.

Was können Sie als Kleingewerbe bei der Steuererklärung absetzen?

In Ihrer Steuererklärung können Sie als Kleinunternehmer im Grunde sämtliche Ausgaben geltend machen, die im Zusammenhang mit Ihrer unternehmerischen Tätigkeit stehen. Darunter fallen u. a.:

Miete für Büro oder Arbeitszimmer: Wenn Sie zur Ausübung Ihrer unternehmerischen Tätigkeit eigene Büroräumlichkeiten angemietet haben, können Sie die Miete und sonstigen Kosten geltend machen. Auch ein separates Arbeitszimmer in der eigenen Wohnung kann zu gewissen Anteilen steuerlich abgesetzt werden.

Anschaffungen: Sämtliche Anschaffungen wie Laptop, Computerzubehör, Kaffeemaschine o. ä. sind steuerlich absetzbar. Ab einem Kaufpreis von 1.000 Euro handelt es sich dabei um sogenannte Anlagegüter, die über einen Zeitraum von drei Jahren abgeschrieben werden müssen.

Bürobedarf: Kopierpapier, Stifte, Briefumschläge und vieles mehr, was für einen gewöhnlichen Büroalltag erforderlich ist, kann selbstverständlich gewinnmindernd angesetzt werden.

Geschäftsreisen: Auch als Selbstständiger oder Kleinunternehmer haben Sie die Möglichkeit, Ihre dienstlich veranlassten Reisen – beispielsweise die Fahrten zum Kunden – steuerlich abzusetzen. Hierfür sammeln Sie einfach alle im Zusammenhang mit Ihrer Dienstreise stehenden Belege wie Hotelbuchung, Restaurantrechnung und Zugticket und verbuchen diese als Ausgaben in Ihrer Buchhaltungssoftware.

Versicherungen: Wenn für die Ausübung Ihrer beruflichen Tätigkeit eine spezielle Versicherung erforderlich ist – beispielsweise eine berufliche Haftpflichtversicherung als Handwerker – dann können Sie diese gewinnmindernd anbringen. Private Versicherungen wie Ihre Privathaftpflicht fallen hingegen nicht darunter.

Die Liste der absetzbaren Aufwendungen lässt sich fast beliebig fortsetzen. Für größere Unternehmen fallen natürlich noch weitaus größere Kostenpunkte für Fabrikhallen, Maschinen und deren Wartung an. Hinzu kommen Personalkosten für Angestellte und Rechnungen für Lieferanten, die bei Kleinunternehmern nur selten zum Tragen kommen.

Soldo Cards für Kleingewerbetreibende – Zahlreiche Vorteile für Jung-Unternehmer

Insbesondere für Kleingewerbetreibende ist es besonders wichtig, den Buchhaltungsaufwand möglichst gering zu halten. Gerade zu Beginn Ihrer unternehmerischen Tätigkeit werden Sie vermutlich einige Zeit damit verbringen, Ihr Profil aufzubauen, Ihre eigene Website zu erstellen und Kundenakquise zu betreiben. Gleichzeitig müssen Sie sich mit den Regularien Ihres neu angemeldeten Gewerbes befassen und einige Telefonate mit Behörden und Steuerberatern führen. Da bleibt wenig Zeit für aufwendige und mühselige Buchhaltungsaufgaben.

Aus diesem Grund ist es empfehlenswert, die gesamte Buchhaltung über eine Software abzuwickeln, mit der Sie nicht nur Angebote und Rechnungen erstellen, sondern auch Steuererklärung als Kleingewerbe an das Finanzamt übermitteln können.

Verknüpfen Sie die innovative Soldo Card mit Ihrer firmeneigenen Buchhaltung

Wenn diese Software dann noch zusätzlich mit einer praktischen Prepaidkarte wie der von Soldo verknüpft ist, sparen Sie gleich doppelt: Sämtliche Ausgaben, die im Zusammenhang mit Ihrer gewerblichen Tätigkeit stehen, können über die Prepaidkarte für Firmen abgewickelt und automatisch in Ihrer Buchhaltungs-Software verwaltet werden.

Sofern Sie auf die Anwendung der Kleinunternehmerregelung verzichten möchten, können mit Ihrer Soldo-Prepaidkarte auch die jeweiligen Mehrwertsteuersätze auf den Rechnungen korrekt verbucht und am Ende des Monats mit Hilfe Ihres Buchhaltungstools an das Finanzamt übermittelt werden. Damit sparen Sie gerade in der Anfangszeit Ihrer unternehmerischen Tätigkeit enorm viel Aufwand.

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